Maria, die Mutter Jesu

Mutter Maria ist die Archeia des fünften Strahls und die Zwillingsflamme des Erzengels Raphael.
Dienst auf der Venus
Obgleich ein Erzengel, hat Maria gleichsam physische Verkörperung angenommen. Maria weilte auf der Venus, bevor sie die Verkörperung auf Erden auf sich nahm; einem Planeten, dem sie von den Herren des Karmas zugewiesen ward, um die Erhebung des weiblichen Strahls im Nachgang zum Sündenfall Evas zu offenbaren. Dort diente sie unter jenen Evolutionen, deren Energien sich auf der ätherischen Ebene fokussieren und welche über Jahrtausende hinweg durch die Gesetze der Harmonie und der Liebe die Kultur der Göttlichen Mutter aufrechterhalten haben.
Durch eine lange Periode des Aufenthalts auf der Venus ward Maria darauf vorbereitet, zur Erde zu kommen und die menschliche Pervertierung der kosmischen Flamme der Ehre herauszufordern – jener feurigen Kristallspiralen des Gehorsams gegenüber Gottes Gesetzen, welche die eigentlichen Bewegungen der Atome und den Rhythmus der Himmelskörper aufrechterhalten. Sie kam und brachte einen hochherzigen Anteil der Feuer von Lady Venus mit sich, aufgeladen mit deren Liebe, und trug die Verantwortung, die weibliche Natur in der gesamten Menschheit zu erlösen.
Verkörperungen auf Erden
Atlantis
In den frühen Tagen von Atlantis diente sie im Tempel der Heilung, hütete die Flamme und studierte die Heilkünste sowie die für die Präzipitation [Manifestation] erforderlichen Disziplinen. Zu jener Zeit entfaltete sie eine große Konzentration und Hingabe an das unbefleckte Konzept. Es war ihr Bewusstsein und ihr Momentum, mehr als das eines jeden anderen, welches die Flamme im Tempel aufrechterhielt und deren Einfluss über ganz Atlantis hinweg ausdehnte. Die Reinheit ihrer Herzensflamme und ihre Ergebenheit strahlten auf ihrem Antlitze und waren all jenen offenkundig, die jenen Tempel aufsuchten. Sie verblieb während jener gesamten Verkörperung eine Tempeljungfrau.
Die Mutter von König David
In den Tagen des Propheten Samuel ward Maria berufen, das Weib von Isai [Jesse] und die Mutter seiner acht Söhne zu werden. Indem sie stets ihre Rolle als der mütterliche Strahl erfüllte, vergrößerte Maria in dieser Inkarnation ihrer Seele auf Erden das Licht der sieben Strahlen des Christus in den ersten sieben Söhnen Isais. Doch in dem jüngsten, König David, verherrlichte sie nicht nur die volle Fülle der Tugenden aus dem Prisma des HERRn, sondern gleichsam die Majestät und Meisterschaft des achten Strahls, welchen David in seiner Herrschaft beispielhaft zum Ausdruck brachte und in seinen Psalmen preiste.
David selbst ward als Jesus wiederverkörpert, und somit haben die Israeliten in den Psalmen Zuflucht zu den Lehren eines Einen, der die Christus-Meisterschaft erlangt hat, während die Heiden gleichsam über die Meditationen des Erlösers nachsinnen – alle nach demselben Ziele strebend, welches von Ihm gesteckt ward, der sowohl als der König von Israel wie auch des Neuen Jerusalems bekannt ist. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Christen am heutigen Tage im Abendmahlssaal mit Blick auf die Stadt Jerusalem im Obergemach an jenem Orte beten, woselbst Jesus und Seine Jünger das Letzte Abendmahl feierten, wo Christus nach Seiner Auferstehung erschien und wo das Herabkommen des Heiligen Geistes stattfand. Und in der unteren Ebene desselben Hauses befindet sich ein Tempel, woselbst Juden am Grabe Davids anbeten. Ebenso wenig ist es für jene, die Seinen Namen preisen, verwunderlich, dass Maria die Mutter sowohl der jüdischen als auch der christlichen Dispensationszyklen ist.


Die Mutter Jesu
In ihrer letzten Verkörperung trat Maria unter der Führung der Hierarchie hervor, von Gott erwählt, um Jesus den Christus zu gebären, welcher die Gesetze der Alchemie und jenen Sieg demonstrieren sollte, den ein jeder Mensch über Sünde, Krankheit und Tod erlangen muss. In früher Kindheit ward sie in einen Tempel gegeben, um in der Wissenschaft des unbefleckten Konzepts geschult zu werden. Ihre Zwillingsflamme, der Erzengel Raphael, unterstützte sie gemeinsam mit Mitgliedern der Engelsheerscharen sowie Gott und Göttin Meru bei der Entfaltung des Mutter-Prinzips, auf dass ihr Bewusstsein zu einem Schoße für die Saat des Christus werde.
Während ihrer Kindheit fokussierte sie in ihrem äußeren Bewusstsein jene Momente, die sie vor langer Zeit auf Atlantis und auf inneren Ebenen vor der Annahme der Verkörperung entfaltet hatte. Als Maria noch ein junges Mädchen war, ward Joseph (eine Verkörperung von Saint Germain) gesandt, um der Hüter und Beschützer von Maria und Jesus zu sein. Gemeinsam bildeten die drei Mitglieder der Heiligen Familie die dreifältige Flamme, welche nicht nur die Grundlage für die familiäre Einheit, sondern gleichsam für den gesamten christlichen Dispensationszyklus war.
Jahrtausende vor der Annahme der Verkörperung hatte Maria das Momentum des fünften Strahls angerufen und studiert, wie man das vollkommene Bild oder den Bauplan des Christus und jener spezifischen Präzipitation [Manifestation] hält, welche das Gebot der Stunde war – eine Blume, ein Tempel, eine Flamme, ein Kunstwerk oder eine gesamte Zivilisation. Was auch immer die Präzipitation sein mag, es muss einen Lebensstrom geben, der sich ihrer Manifestation widmet, der ihre Bestandteile visualisiert und durch dessen Bewusstsein die belebende Kraft des Heiligen Geistes fließt, um ihr Form und Leben zu verleihen. Dies ist das Wirken der Repräsentantin des weiblichen Strahls der Mutterschaft der Gottheit. Maria erfüllte jene Rolle für Jesus, und daher kamen durch ihr Bewusstsein die Reinheit, die Macht und die Liebe, welche Ihn befähigten, Seine Mission zu erfüllen.
Während der letzten drei Jahre Seines Wirkens, nach Seiner Rückkehr aus dem Fernen Osten, woselbst Er im Himalaja unter dem Herrn Maitreya, Seinem Guru, studiert hatte, trat Jesus in das öffentliche Leben ein. Diese Periode war eine große Prüfung für Maria, und nur ihr Momentum auf dem fünften Strahlenbande befähigte sie dazu, die Matrix des Sieges bis zum bitteren Ende aufrechtzuerhalten.
Die späteren Jahre
Nach der vierzigtägigen Periode, während welcher Jesus den Aposteln und den heiligen Frauen im Obergemach erschien, versammelte Maria den inneren Kreis jener Ergebenen um sich, die sich bereitgemacht hatten, an den Einweihungsmysterien teilzuhaben; sie kamen oftmals zusammen, um Unterweisung und das Heilige Wort Jesu Christi zu empfangen. Durch das Herabkommen des Heiligen Geistes am Pfingsttage wurden diese zum Leibe Gottes auf Erden gemacht, deren Seelen durch ihre Hingabe das Fundament der christlichen Kirche bildeten.
Maria, die Mutter, war das anerkannte Haupt jener Gemeinschaft von Lichtträgern – das Zentrum des Kreises von Aposteln, Jüngern und heiligen Frauen. Sie war der wahrhafte Quell christlicher Energien, die durch das Heilige Land, den Mittelmeerraum und Kleinasien flossen, wo immer die Frohe Botschaft von Christus, dem Lichte der Welt, verbreitet ward. Von Marias Herzen aus bewegten sich konzentrische Ringe des Feuers – das Feuer des Heiligen Geistes – nach außen wie die sich ständig erweiternde Umarmung des Vater-Mutter-Gottes, welche die gesamte Menschheit in der Geometrie der Liebe birgt.
Es wird angenommen, dass Maria die letzten Jahre ihres Lebens in Jerusalem verbrachte und ihren Übergang aus der Heiligen Stadt um das Jahr 48 vollzog. Nach lokaler Überlieferung brachte Johannes Maria für eine gewisse Zeit nach Ephesus, um der Verfolgung in Jerusalem zu entgehen. Wenn wir die verschiedenen Überlieferungen rund um den Heimgang Marias untersuchen, stellen wir fest, dass die Beweise uns zurück zum Abendmahlssaal führen – jenem Obergemach, in welchem das Letzte Abendmahl abgehalten ward und in welchem sich die Apostel nach dem Fortgange Jesu aus ihrer Mitte versammelten. In der Apostelgeschichte lesen wir, dass die Apostel „alle einmütig verharrten im Gebet und Flehen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.“[1]
Es wird überliefert, dass die Mutter der frühen Kirche die Flamme der Göttlichen Mutter im Namen der Evolutionen der Erde auf dem Berge Zion in einem Hause hütete, welches die Stadt und den Tempel, das Cedrontal und den Ölberg überblickte. Dort, in dem oberen Raume, welcher zum Sammlungsorte der Jünger ward und wo die erste christliche Kirche errichtet wurde, diente Maria dem Logos während ihrer letzten Jahre der Herrlichkeit. Es ist an diesem Orte, wo Christen das Gedenken an die Dormitio oder das „Entschlafen“ der Gesegneten Mutter bewahren.
Ihre Himmelfahrt [Ihr Aufstieg]
Der heilige Johannes von Damaskus beschreibt, wie Maria am Schlusse dieser prächtigen Verkörperung des Dienstes und der Einweihung aus einem Grabe aufstieg [aufgefahren ist], in welches die Apostel ihren Körper nach ihrem Heimgange gelegt hatten. Als sie das Grab drei Tage später öffneten, fanden sie darin nur zwölf weiße Lilien vor.
Nach ihrem Aufstieg ward Maria zur Repräsentantin der Weltmutter mit dem Titel der Königin des Himmels für den christlichen Dispensationszyklus erhoben. Obgleich alle aufgestiegenen Lady-Meisterinnen die Flamme für die Weltmutter als deren Repräsentantinnen hüten, betrachten wir Maria als den Archetypus der Mutterschaft, die Mutter der Mütter.
Bis zum Jahre 1954 hielten Jesus und Maria den Brennpunkt des männlichen und weiblichen Strahls für die sechste Dispensation. Zu jener Zeit übernahmen Saint Germain und Portia das Amt der Leiter für das kommende Zeitalter auf dem siebten Strahlenbande für die siebte Dispensation.
Marias Erscheinungen
Marias Aufstieg wird am 15. August gefeiert. Seit ihrer Himmelfahrt ist Mutter Maria überall auf der Welt erschienen und hat viele Heilungswunder gewirkt. Den Grundstein für diese Erscheinungen legte sie in den späteren Jahren ihrer letzten Verkörperung, als sie in Begleitung von Johannes dem Geliebten und fünf anderen verschiedene Regionen der Welt besuchte. Sie begaben sich zuerst zum Aufstiegstempel zu Luxor in Ägypten und unternahmen sodann eine Schiffsreise zur Insel Kreta über das Mittelländische Meer, durch die Straße von Gibraltar, mit Zwischenstopps in Fátima in Portugal, Lourdes in Südfrankreich, Glastonbury auf den Britischen Inseln und Irland. An all diesen Orten verankerten Maria und ihre Mitstreiter Brennpunkte des fünften Strahls, errichteten die Flamme der Wissenschaft, der Heilung und der Präzipitation und bereiteten den Weg für jene, die nach ihr kommen sollten, um das Christus-Bewusstsein zu vervielfachen.
Diese Besuche legten das Fundament für das Wirken des Apostels Paulus in Griechenland sowie für ihre eigenen Erscheinungen in Fátima und Lourdes. Der Heilige Gral, jener Kelch, den Jesus beim Letzten Abendmahl benutzt hatte, ward in einem Brunnen zu Glastonbury vergraben. Hier ward die Flamme des Christus gepflanzt, welche später König Artus dazu inspirierte, die Ritter der Tafelrunde zu formieren und sich auf die Suche nach dem Heiligen Gral zu begeben.
Der Heilige Patrick griff auf den in Irland verankerten Brennpunkt der dreifältigen Flamme zurück und lehrte später das Mysterium der Trinität, indem er das Kleeblatt nutzte, um die Einheit von Vater, Sohn und Heiliger Geist zu veranschaulichen. Die smaragdgrüne Heilflamme verbleibt als das Symbol Irlands und als Erinnerung an jene lang vergangene Reise jener sieben Repräsentanten, deren Ergebenheit gegenüber den sieben Strahlen sie befähigte, den Weg für die Ausbreitung des Christentums in ganz Europa und letztendlich in der westlichen Hemisphäre erfolgreich zu ebnen.
Spezifische Erscheinungen Marias
Für Informationen über spezifische Erscheinungen Marias siehe:
Unsere Liebe Frau von Guadalupe
Das Zeitalter der Mutter

Das Wassermann-Zeitalter ist das Zeitalter der Mutter und des Heiligen Geistes. Es ist das Zeitalter, in dem wir bestimmt sind, den mütterlichen Aspekt Gottes zu erfahren und zum Ausdruck zu bringen. Diesen weiblichen Aspekt Gottes zu verstehen, vermag die schöpferische weibliche Energie in uns – sowohl im Manne als auch im Weibe – freizusetzen: die Energie der Schönheit und der Kreativität, der Intuition und der Inspiration.
Das Konzept Gottes als Mutter ist der östlichen Spiritualität keineswegs fremd. Die Hindus meditieren über die Mutter als die Göttin Kundalini und beschreiben sie als das weiße Licht oder die zusammengerollte Schlange, welche von der Basis der Wirbelsäule bis zur Krone emporsteigt [aufbeseelt] und dabei Stufen des spirituellen Bewusstseins in jedem der Chakren (spirituellen Zentren) aktiviert, durch welche jenes Licht auf seinem Wege fließt. Obgleich wir männlich oder weiblich sind, ist es unsere Bestimmung, dieses heilige Licht unseres innersten Wesens, welches latent in uns schlummert, emporzuheben. Der Schlüssel zur Entriegelung dieser Energie, der Kundalini, liegt in der Verehrung des Mutter-Prinzips.
Das Emporheben des Mutter-Lichts ist gleichsam ein Teil der westlichen Tradition. Zu diesem Zwecke ist Mutter Maria mehreren der Heiligen erschienen, und zwar mit der sicheren und verlässlichen Methode, das Mutter-Licht durch das Ave Maria und den Rosenkranz emporzuheben. Die Heiligen wurden oftmals mit einem weißen Lichte oder einem Heiligenschein um das Haupt dargestellt, weil sie die Kundalini emporgehoben und ihre Kronen-Chakren geöffnet hatten. Sie sind in die Seligkeit Gottes eingegangen. Die großen christlichen Mystiker wie der Heilige Johannes vom Kreuz, die Heilige Thérèse von Lisieux und Padre Pio hatten allesamt diese innere Erfahrung – so erfüllt von der göttlichen Leidenschaft, der Seligkeit des Geliebten, dass sie sich jeglichem menschlichen Fassungsvermögen entzieht.
Das Ave Maria
Mit dem Anbruch dieses neuen Zeitalters hat Mutter Maria ein Wassermann-Zeitalter-Ave-Maria und einen Wassermann-Zeitalter-Rosenkranz freigesetzt. Bei der Darbringung des Ave Maria hat Maria uns darum gebeten, zu bekräftigen, dass wir Söhne und Töchter Gottes und keine Sünder sind. Sie bittet uns gleichsam, unseren Sieg über Sünde, Krankheit und Tod zu affirmieren.
- Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
- der HERR ist mit dir.
- Du bist gebenedeit unter den Frauen,
- und gebenedeit ist die Frucht deines Schoßes, Jesus.
- Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
- Heilige Maria, Mutter Gottes,
- Bitte für uns, Söhne und Töchter Gottes,
- Jetzt und in der Stunde unseres Sieges
- Über Sünde, Krankheit und Tod.
Die Auswirkungen von Mutter Marias Dienst und Fürsprache im Laufe der Jahrhunderte sind schier unermesslich. Sie drängt uns dazu, zu fasten, zu beten und den Rosenkranz darzubringen. Mutter Maria hat gesagt:
Ich gewähre euch sodann durch den Rosenkranz – durch den Rosenkranz – den Zugang zu meinem Kausalkörper, zu den Errungenschaften auf jenen vierzehn Kreuzwegstationen, die ich im Laufe meiner langen spirituellen Geschichte erlangt habe. Ich gebe euch daher die Gelegenheit, jene Macht und Meisterschaft zu empfangen, die Gott mir als mein großer Lehrer verliehen hat. Und da ich Seine Dienerin bin, übertrage ich dies auf euch, auf dass es durch euren eigenen physischen Körper und euer Herz der physischen Welt und den irdischen Problemen nahegebracht werde.[2]
Marias Dienst am heutigen Tage
Heute arbeitet sie mit dem Meister El Morya und dem Rat von Darjeeling in deren Dienste am Willen Gottes im Namen der gesamten Menschheit zusammen. Sie besitzt einen blauen Umhang, welcher jenen Willen und dessen intensiven Schutz für das in jeder Seele erwachende Christus-Bewusstsein fokussiert; und wenn sie angerufen wird, legt sie diesen Umhang um all jene, die des Schutzes einer mütterlichen Liebe bedürfen. Sie leistet gemeinsam mit dem Erzengel Gabriel Beistand bei der Vorbereitung des Weges für die herankommenden Kinder, bei der Unterweisung der Eltern und bei der Führung der Körperelementare bei der Bildung ihrer physischen Leiber.
Marias Brennpunkt des Heiligsten Herzens im Auferstehungstempel ist der Brennpunkt der dreifältigen Flamme, welcher an die Mission des Christus der Heiligen Trinität erinnert. Ihr Dienst mit Saint Germain und Jesus legte das Fundament für zweitausend Jahre christlichen Glaubens und Dienstes sowie gleichsam für das kommende Zeitalter.
Maria sagt: „Meine Erscheinungen im Laufe der Jahrhunderte waren auf die Bitte um Gebet und auf die Darbringung des Rosenkranzes zur Rettung von Seelen ausgerichtet. Millionen sind gerettet worden, weil Millionen auf meinen Ruf geantwortet haben.“[3] In ihren Erscheinungen in Fátima, Medjugorje und an anderen Orten der Welt hat Maria von dem berichtet, was über die Erde kommen mag, wenn wir ihre Warnungen nicht beherzigen.
Im Jahre 1984 sagte Mutter Maria:
Ich lebe mit der Fátima-Prophezeiung. Ich lebe mit ihrer Botschaft. Und ich gehe von Tür zu Tür und von Herz zu Herz, klopfe an und bitte um jene, die kommen und mit mir beten wollen – sei es die violette Flamme, den Rosenkranz oder die Anrufungen an den Erzengel Michael. Aber vor allem: Betet! Denn durch euer Gebet wird die offene Tür erweitert, und die Engel treten durch den Schleier, um Unheil und Katastrophen zu verhindern.“[4]
Wunder haben sich durch ihre Fürsprache immer und immer wieder ereignet. Als im Jahre 1945 die Atombombe auf Hiroshima abgeworfen wurde, blieben acht Männer, die nur acht Häuserblocks vom Zentrum der nuklearen Explosion entfernt lebten, wie durch ein Wunder unversehrt. Einer von ihnen, Pater Hubert Schiffer [Shiffner], S.J., erklärte: „In jenem Hause wurde jeden Tag der Rosenkranz gebetet. In jenem Hause lebten wir die Botschaft von Fátima.“[5]
Diese gesegnete Mutter ist unerbittlich [feurig] im Schutze ihrer Kinder und spricht die Missstände der Gesellschaft unverblümt aus:
Das Land ist von Finsternis geplagt auf den Bildschirmen der Erfindung des Kinos. Das Land ist von Finsternis geplagt über den Kirchen, die sich der Ehre des Namens meines Sohnes widmen. Das Land ist von Finsternis geplagt, während die politischen Kandidaten untereinander ringen und nach einer zeitlichen Krone trachten... Die Elementar haben unlängst miteinander kommuniziert, und sie schicken sich an, kataklysmische Stränge der Zerstörung zu vollziehen, die in der Weltordnung erst ihren Anfang genommen haben. Und dies wird geschehen, es sei denn, die Lehren Gottes werden in den Herzen vieler Männer und Frauen erfüllt, die gegenwärtig völlig ihrem eigenen Selbst gewidmet sind, ohne die großen Nöte der Menschheit zu begreifen.[6]
Bis ein korrektes Verständnis des ICH BIN DER ICH BIN im ganzen Lande kundgetan wird, werden Regierungen stürzen, Wirtschaftssysteme zusammenbrechen, Kirchen in Ruinen fallen, Finsternis wird das Land bedecken, Hungersnot wird herrschen und Seelen werden verloren gehen. Mutter Maria, „Behold the Handmaid [Shakti] of the Lord!“ („Seht die Magd [Shakti] des HERRn!“), 31. Dezember 1977.
In meinem Heiligsten Herzen ist am heutigen Tage die Beschleunigung des Lichts ... bis zum Gerichte über jene, welche die Wunder der Jungfrau Maria beharrlich geleugnet haben... Es ergehe das Gericht über die falschen Lehrer, die sich mit ihrer falschen Theologie in die Kirchen eingeschlichen haben... Ein jeder, der sich in die Geburt dieser Kleinen eingemischt hat – ein jeder, der von den Kanzeln der Kirchen aus die Abtreibung befürwortet hat, ich sage euch, sie werden genau jenes Karma erleiden, das in der Heiligen Schrift geschrieben steht, gesprochen von meinem Sohne, [7] und es wird am heutigen Tage nicht zurückgehalten werden![8]
Das unbefleckte Konzept
Mutter Maria ist eine der großen Lehrerinnen der Menschheit. Sie unterweist uns in der Wissenschaft des unbefleckten Konzepts, dem reinen Konzept oder Bilde der Seele, welches im Geiste Gottes gehalten wird. Das unbefleckte Konzept ist ein jeder reine Gedanke, der von einem Teile des Lebens für und im Namen eines anderen Teiles des Lebens gehalten wird, und es ist der wesentliche Bestandteil eines jeden alchemischen Experiments, ohne welchen es nicht gelingen wird. Die Fähigkeit, das Bild des vollkommenen Musters, das präzipitiert werden soll, zu halten, die Vision eines vollendeten Projekts vor Augen zu haben, ein mentales Bild zu zeichnen, dieses zu bewahren und es mit Licht, Liebe und Freude zu erfüllen – dies sind die Schlüssel zu jener Wissenschaft, welche Mutter Maria und Saint Germain lehren.
Gott ist der höchste Ausübende der Wissenschaft des unbefleckten Konzepts. Ungeachtet dessen, wie weit der Mensch von seiner Individualität abirren mag, erblickt Gott den Menschen stets im Bilde der Realität, in welchem Er ihn erschuf. Diese Wissenschaft des unbefleckten Konzepts wird von einem jeden Engel im Himmel praktiziert. Es ist jenes Gesetz, das in den inneren Teilen des Menschen geschrieben steht, das von seinem innersten Herzen gewusst wird und doch in der Erinnerung seines äußeren Verstandes nur schwach ausgeprägt ist. Es basiert auf der Visualisierung einer vollkommenen Idee, welche sodann zu einem Magneten wird, der die schöpferischen Energien des Heiligen Geistes an sein Wesen zieht, um das im Geiste gehaltene Muster zu erfüllen.

Retreats
► Hauptartikel: Retreat von Raphael und Mutter Maria
► Hauptartikel: Auferstehungstempel
Der Tempel des Erzengels Raphael und der Mutter Maria befindet sich im ätherischen Reiche über Fátima in Portugal. Mutter Maria dient gleichsam mit Jesus im Auferstehungstempel über dem Heiligen Lande.
Das Marienblau, jene Farbe, welche wir mit Mutter Marias Liebe assoziieren, ist beinahe ein Aquamarin – ein mit ein wenig Grün getöntes Blau –, und durch dieses strahlt ihre Hingabe an die Heilung zu all jenen aus, die sie um Beistand anrufen. Ihr Duft und ihre Flammenblume ist das Maiglöckchen, und ihre musikalische Grundnote ist das „Ave Maria“ von Franz Schubert.
Weitere Informationen
Elizabeth Clare Prophet, Talk with Angels: How to Work with Angels of Light for Guidance, Comfort and Healing (Gespräche mit Engeln: Wie man mit Engeln des Lichts für Führung, Trost und Heilung arbeitet).
Für detailliertere Informationen über Marias Verkörperungen und ihren Dienst an der Erde siehe:
Elizabeth Clare Prophet, Mary’s Message for a New Day (Marias Botschaft für einen neuen Tag).
Elizabeth Clare Prophet, Mary’s Message of Divine Love (Marias Botschaft der göttlichen Liebe).
Quellen
Mark L. Prophet und Elizabeth Clare Prophet, The Masters and Their Retreats (Die Meister und ihre Retreats), s.v. “Maria, die Mutter Jesu.”
Elizabeth Clare Prophet, Mary’s Message of Divine Love (Marias Botschaft der göttlichen Liebe), Einleitung.
- ↑ Apg 1,14.
- ↑ Mutter Maria, „To Prick the Conscience of the Nations“ („Das Gewissen der Nationen wachrütteln“), Pearls of Wisdom, Bd. 27, Nr. 48, 30. September 1984.
- ↑ Mutter Maria, 24. Februar 1980.
- ↑ Mother Mary, „The Continuity of Being“ („Die Kontinuität des Seins“), Pearls of Wisdom, Bd. 27, Nr. 63, 30. Dezember 1984.
- ↑ Francis Johnston, Fatima: The Great Sign (Fátima: Das Große Zeichen) (Washington, N.J.: AMI Press, 1980), S. 139.
- ↑ Elizabeth Clare Prophet, Mary’s Message for a New Day (Marias Botschaft für einen neuen Tag), S. 258, 260.
- ↑ „Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt, für den wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er in den Tiefen des Meeres versenkt würde“ (Mt 18,6).
- ↑ Mutter Maria, „The Right Arm of the Mother“ („Der rechte Arm der Mutter“), 28. Januar 1979.